Informationen zur Förderung der physiologischen Geburt

Der Geburtstermin ist nur eine Orientierung, eigentlich müssten wir von einem Geburtszeitraum sprechen (drei Wochen vor bzw. zwei Wochen nach errechnetem Termin (ET). Lassen Sie sich nicht durch lieb gemeinte Anrufe stressen, denn Stress ist die beste Wehenhemmung. Unternehmen Sie etwas Schönes, etwas, womit Sie am besten entspannen und abschalten können. Jeder kennt das: Man hat eine Verabredung mit einem lieben Menschen (wie bei der Geburt auch). Die Wartezeit ist kaum auszuhalten, die Unruhe wächst, man denkt komische Sachen. Oh je, wird die Verabredungszeit gar überschritten, wird die Euphorie und Freude von Missstimmung abgelöst. Seien Sie gnädig mit Ihrem Kind, es ist sein erster Termin in seinem Leben.

 

Ernährung spielt für den Beginn der Geburt eine wichtige Rolle Wir wissen heute, dass Einfachzucker (z.B. Süßigkeiten, Limo, Fruchtsäfte), aber auch Weißmehlprodukte den Blutzuckerspiegel deutlich erhöhen. Dies hat für eine Schwangere unter Umständen nachteilige Auswirkungen bezüglich des Geburtsbeginns und des Schmerzempfindens. Hohe Blutzuckerspiegel hemmen Prostaglandine (Gewebshormone), die sich positiv auf die Geburt auswirken. Sie machen den Gebärmutterhals / Muttermund weicher und sind für die Entstehung der Geburtswehen wichtig.

Indem Sie Ihre Ess- und Trinkgewohnheiten spätestens ab der 37. Schwangerschaftswoche diesbezüglich überprüfen und regulieren, können Sie selbst schon früh Einfluss auf Ihre Geburtssituation nehmen. Bleiben Sie weiter in Bewegung, denn auch Bewegung senkt den Blutzuckerspiegel. 

Vor- und Senkwehen vor der Geburt

Falls Sie nachts häufiger wach werden, weil der Bauch schon gelegentlich hart wird, so ist dies ab der 35. Schwangerschaftswoche ganz normal und sogar wichtig. Freuen Sie sich darüber, denn die Vor- und Senkwehen beginnen, den Gebärmutterhals weich zu machen, lassen ihn verkürzen und können den Muttermund ein wenig öffnen. Außerdem schieben diese Wehen den Kopf Ihres Kindes in Richtung Becken, sodass der richtigen "Startposition" für die Geburt liegt. 

Der richtige Zeitpunkt zum Kreißsaal zu fahren

Erfragen Sie bei Ihrer Hebamme, Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen ab der 36. Schwangerschaftswoche, ob das kindliche Köpfchen schon fest im Beckeneingang sitzt. Falls es dann zu einem Blasensprung kommt, dürfen Sie laufen und müssen nicht liegend ins Krankenhaus transportiert werden.

Eine kleine Orientierungshilfe zur Einschätzung der eigenen Wehen

Wehen, die den Muttermund öffnen, sind intensiver als Vor- und Senkwehen. Am Anfang der Geburt sind die Wehen unterschiedlich stark, mal kommt eine starke Wehe, mal kommt eine schwache Wehe. Beobachten Sie die Wehen und orientieren sich an der stärksten Wehe, bei der das Sprechen schwer fällt und Sie sich auf Ihre Atmung konzentrieren müssen. Wenn diese Wehen regelmäßig in kürzer werdenden Abständen kommen, können Sie darüber nachdenken, ins Krankenhaus zu fahren.

Sie können aber auch noch zu Hause ein Entspannungsbad-/dusche genießen oder sich ablenken und Ihre Wehen verarbeiten. Viele Frauen denken, dass die Geburt so schnell erfolgt, dass Sie es nicht rechtzeitig ins Krankenhaus schaffen. 

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